Aktuelle Informationen zu Studien, Publikationen, Veranstaltungen, Initiativen und Ausschreibungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz.
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Lebensräume – Lieux de vie: SAGW-Newsletter August 2020
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Ob im Einfamilienhaus in der Gartenstadt, im gentrifizierten Quartier oder beim Pendeln dazwischen: Irgendwo muss man ja sein – und immer ist man eingebunden in eine Umgebung. Unsere «Lebensräume», die räumliche Organisation unserer Umgebung, sind entscheidend dafür, wie unser Alltag funktioniert; sie prägen unser Sozialleben, unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit. Das neue SAGW-Bulletin befasst sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit unseren Lebensräumen: Die Autorinnen und Autoren gehen von Überlegungen des «Eingebundenseins» des Menschen in seine Umwelt aus und setzen sie in Beziehung zu einigen grossen Herausforderungen unserer Zeit: zur demografischen Alterung, zu einem einseitigen, auf Krankheit fokussierten Verständnis von Gesundheit, zu einer allzu disziplinär fragmentierten Forschungslandschaft.
 
Tagung nimmt altersfreundliche Umgebungen in den Blick
 
Ebenfalls mit Lebensräumen  befasst sich die Tagung «Altersfreundliche Umgebungen: integrierte Wohn- und Sozialräume als Chance für alle!», die am 14. September im Kurhaus Bern stattfindet. Im Fokus stehen dabei: «Wohnformen und -settings», «öffentlicher Raum, Gebäude, Verkehr und Mobilität» und «gesellschaftliche Partizipation». Die Tagung nimmt damit Themenkomplexe auf, für welche eine Anfang Jahr im Auftrag der «a+ Swiss Platform Ageing Society» publizierte Studie politischen Handlungsbedarf ausmachte.

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News
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Die Wissenschaft braucht neue Karriereprofile
Die Studie «Next Generation und Third Space: neue Karriereprofile im Wissenschaftssystem» macht den an Schweizer Universitäten und Hochschulen als eigenständige Kategorie noch kaum etablierten Third Space fassbar. Sie gründet auf qualitativer Ebene auf der Sicht von Professorinnen und Professoren aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, welche die gegenwärtige Praxis und den künftigen Bedarf an Third-Space-Profilen einschätzen; auf quantitativer Ebene handelt es sich um einen Versuch, den Umfang der bestehenden Third-Space-Profilen im Wissenschaftssystem abzuschätzen.
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Schwindender Einfluss der Impact-Faktoren in der Karriereförderung
Wer beim Nationalfonds künftig ein Gesuch einreicht, soll keine Impact-Faktoren mehr angeben.
Das Primat der Bibliometrie und der verschiedenen Impact-Faktoren in der Evaluation von Forschung geriet in den letzten Jahren unter Druck. Die Dora-Deklaration von 2012 beispielsweise empfiehlt eine umfassendere Bewertung wissenschaftlicher Leistung. Und ein Ende Juli publizierter Bericht von Science Europe empfiehlt Forschungsförderorganisationen, sich bei der Evaluation auf die Qualität der Anträge zu konzentrieren und nicht auf bibliometrische Aspekte wie Journal-Impact-Faktoren. Anfang August nun gab der Schweizerische Nationalfonds bekannt, dass er in der Karriereförderung die Empfehlungen der Dora-Deklaration übernommen und noch weitere Kriterien angepasst habe. «Wer ein Gesuch einreicht, soll ab sofort keine Impact-Faktoren angeben», heisst es auf der Website. Dafür sollen künftig «andere Leistungen wie die Zusammenarbeit mit Anspruchsgruppen, die Kommunikation mit der Öffentlichkeit, Datensets, Software, Patente, Konferenzbeiträge und Preise» stärker gewichtet werden.

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Bildungssystem: gut für Einkommensmobilität, weniger gut in der Talentselektion
Studie von St. Galler Ökonomen zur Chancengleichheit in der Schweiz
Die Chancengleichheit gilt über das gesamte politische Spektrum als erstrebenswert. Doch fehlten bislang in vielen Bereichen die Daten dazu. Die Ökonomen Veronica Grassi und Patrick Chuard von der Universität St. Gallen haben nun erstmals neue Lohndaten aus der AHV-Statistik mit Daten zu persönlichen Merkmalen verknüpft, womit sie Aussagen über die intergenerationelle Mobilität des Einkommens machen können. Die im Juli publizierte  Studie «Switzer-Land of Opportunity» zeigt: Rund 13 Prozent aus dem ärmsten Einkommensfünftel schaffen es ins reichste Fünftel, während mehr als 30 Prozent aus dem reichsten Fünften dort verbleiben. Die relative Einkommensmobilität ist somit höher als in den Vergleichsländern Italien, Schweden und den USA – trotz geringer sozialer Durchlässigkeit in der akademischen Bildung. Diese tiefe gymnasiale und universitäre Bildungsmobilität deute darauf hin, «dass das Bildungssystem in der Talentselektion weniger gut ist», schreiben die Autoren auf batz.ch.
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«Die Ungleichheiten im Angesicht von Krankheit und Tod nehmen zu»
Beitrag von Michel Oris et al. im SAGW-Blog
Die Schweiz weist eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt auf. Diese hohe Lebenserwartung hat jedoch auch eine Kehrseite: Wir sind im Angesicht von Krankheit und Tod immer weniger gleichgestellt. Die Ungleichheiten in der Lebenserwartung innerhalb der Bevölkerung nehmen zu – und die Datengrundlage wird immer dünner. Ist die Schweiz, eines der reichsten Länder der Welt, überhaupt noch in der Lage, soziale Ungleichheiten bei Gesundheit und Sterblichkeit zu messen?, fragen Michel Oris et al. im SAGW-Blog.
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Medizin, Macht und die Rolle der Medical Humanities
Medical Humanities? Medizinerinnen wie Geisteswissenschaftler haben zumeist eine vage Vorstellung davon, worum es dabei geht. Dies komme nicht von ungefähr, seien sich doch auch die Protagonisten der Medical Humanities nicht einig, welches die zentrale Stossrichtung sein soll, schreibt Medizinhistoriker Hubert Steinke im neuen SAGW-Bulletin. An der Tagung «Macht und Ohnmacht der Medizin», die am 21. Oktober in Bern stattfindet, werden weitere Aspekte der Medical Humanities im Gesundheitssystem ausgelotet.
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Neue Wege der Datenerhebung und Datenanalyse: Tagung am 29. Oktober
Anmeldung offen
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Wissenschaftskommunikation in der Filterblase
Podiumsgespräch im Rahmen der ScienceComm am 17. September
Die Schweizer Hochschulen bauten in den letzten Jahren ihre Kommunikationsstellen massiv aus, insbesondere im Bereich Social Media. Sie erhoffen sich davon die zielgenaue Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Erfüllen die neuen digitalen Möglichkeiten die Erwartungen? Wer leistet die kritische Einordnung der Forschung? Der Wissenschaftsjournalist Urs Hafner publizierte im Frühling ein Buch, das sich kritisch mit diesen Fragen auseinandersetzte. Am Schweizer Jahreskongress der Wissenschaftskommunikation, der am 17. September 2020 im Landhaus Solothurn stattfindet, diskutieren der Autor, Edda Humprecht (Medienforscherin an der Universität Zürich), Judith Hochstrasser (Schweizerischer Nationalfonds), Nico Leuenberger (Podcaster) und Mike S. Schäfer (Medienforscher und Moderator des Podiums) über die heutigen Herausforderungen in der Vermittlung von Wissenschaft. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
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Studienwoche zu den Geistes- und Sozialwissenschaften
Die Studienwoche Geistes- und Sozialwissenschaften von Schweizer Jugend Forscht bietet Jugendlichen vom 8. bis 13. November die Möglichkeit, sich vertieft mit geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsfragen auseinanderzusetzen. In diesem Jahr liegt der thematische Fokus auf den Menschenrechten. Während der Woche arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, angeleitet und unterstützt von Wissenschaftlerin, an einem Forschungsprojekt.
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Prix Média Newcomer: Public Voting eröffnet
Sie hatten drei Monate Zeit, zu recherchieren, schreiben und filmen: Nachwuchsjournalistinnen unter 30 Jahren, die mit ihren wissenschaftsjournalistischen Projekten die Jury überzeugten. Jetzt liegen die Beiträge vor, und die Öffentlichkeit ist gefragt: Per Public-Voting wird der Prix Média Newcomer bestimmt und anlässlich der ScienceComm am 17. September in Solothurn verliehen.
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Agenda
Veranstaltungen im September
Publikationen
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Tertiarisierungsdruck
Kriesi, Irene und Regula Julia Leemann (2020): Tertiarisierungsdruck – Herausforderungen für das Bildungssystem, den Arbeitsmarkt und das einzelne Individuum (Swiss Academies Communications 15,6).
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Next Generation und Third Space
Schmidlin, Sabina, Eva Bühlmann und Fitore Muharremi (2020): Next Generation und Third Space: neue Karriereprofile im Wissenschaftssystem (Swiss Academies Reports 15,3).
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Lebensräume – Lieux de vie
SAGW (2020): Lebensräume – Lieux de vie (SAGW-Bulletin 26,2).
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Schweizerische Akademie der Geistes- und
Sozialwissenschaften (SAGW)
Laupenstrasse 7
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3001 Bern
Schweiz

Tel: +41 58 229 35 02
E-Mail: sagw@sagw.ch

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